2:0 Auswärtssieg!

 

Systemwechsel bringt Müller ins Spiel

„Nico Müller auf der Außenbahn – da ist er unheimlich engagiert, aber das ist nicht sein Ding“, verriet Kai Olzem nach dem „unglaublich wichtigen“ Sieg beim großen Konkurrenten SSV Vorsfelde und ergänzte: „Nico muss in Strafraum-Nähe sein. Was er dann veranstaltet haben wir heute vor allem beim ersten Tor gesehen.“ Die Gäste aus Braunschweig hatten kurzerhand ihr Spielsystem auf 4-4-2 umgestellt. „Wir diese Formation ausgewählt und versucht, nach vorne mit zwei Spitzen mehr Druck zu erzeugen.“

Nach einer halben Stunde war Müller schon einmal an einem Weltklassereflex von SSV-Keeper Justin Kick gescheitert. Kurz vor der Pause kombinierten sich die Gäste über rechts durch, Marcel Schreyer flankt und Müller knallte die Kugel spektakulär und für Kick unhaltbar abgefälscht, per Seitfallzieher ins Tor. „Sowas macht auch nur er, weil er ein Stück weit verrückt genug ist, sowas zu machen“, sah sich Olzem in seinem Systemwechsel bestätigt.

Vorsfelde verliert den Spielfaden

Die Hausherren hatten zunächst gut mitgespielt, wirkten dann aber fahrig. Jan-Lukas Elling war im Eins-gegen-Eins an Timo Keul gescheitert. „Danach haben wir den Faden verloren und noch vor der Halbzeit um das Gegentor gebettelt“, haderte SSV-Trainer André Bischoff.

„Ich fand“, so Bischoff im Gespräch mit regionalSport.de, „dass wir körperlos gespielt haben und dass Braunschweig die Zweikämpfe gewonnen hat. Fehlende Frische lasse ich als Ausrede nicht gelten. Freie Turner hatten auch eine Englische Woche.“ Das Bischoff-Team verlor im zweiten Durchgang „ein bisschen den Kopf“. „Man merkte, diese Situation hatten wir in dieser Saison noch nicht, da konnten wir überhaupt nicht mit umgehen“, analysierte der 34 Jahre alte Fußball-Trainer.

Nach einer Stunde war die Partie entschieden. Wieder kombinierten sich die Gäste über rechts durch, wieder kam das Zuspiel von Schreyer. An der Strafraumkante zielte Müller aufs lange Eck und traf (59.). Julian Bräunig scheitert noch einmal am Aluminium und Damir Vrancic schoss in der Schlussphase über das Tor. Der Sieg der Gäste ging absolut in Ordnung. 

„Unfassbare Teamleistung“

„Dieser Sieg war unheimlich wichtig“, betonte Olzem nach dem Spiel. „Hätten wir hier verloren, wären wir sechs Punkte hinten dran gewesen. Dann kratzt das natürlich schon sehr am Selbstvertrauen. Deswegen wollten wir heute mit aller Macht gewinnen.“ Doppeltorschütze und Man-of-the-Match Nico Müller zeigte sich bescheiden: „Es war einfach eine unfassbare Teamleistung heute. Vor allem die Antwort auf die letzten beiden Spiele nach so einer engen Woche mit drei Spielen so knapp hintereinander. Ich finde wir haben unfassbar gekämpft, es hat richtig Spaß gemacht heute. Der Gegner hat gut gegengehalten, aber so macht es auch am meisten Spaß zu gewinnen.“

SSV-Coach Bischoff fand doch noch etwas positives. Der lange verletzte Dennis Pollack kam noch einmal für 30 Minuten zum Comeback: „Ich bin froh, dass er sich herangearbeitet hat und wieder die ersten Minuten auf dem Platz stand“, so Bischoff.

Zahlen & Fakten

SSV Vorsfelde: J. Kick, Gaetani (64. Hilsberg), Hoffie, Haberecht, Breit, M. Kick, Jedli, Bammel, Sarstedt (46. Weiß), Schmidtheister (62. Pollack), Elling Trainer: André Bischoff

Freie Turner: Keul, Fischer, Fricke, Hintersdorf, Vrancic, Bollonia, Schreyer, Bräunig, Ebeling (73. Mastel), Ardic (62. Kaupert), Müller (83. Oktay) Trainer: Kai Olzem/Kosta Rodrigues

Torfolge: 0:1 Nico Müller (44. Schreyer), 0:2 Nico Müller (59. Schreyer)

Quelle Regionalsport.de

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