Unentschieden

 

Pechvogel Boog trifft ins eigene Tor

Der Spitzenreiter aus dem Prinzenpark erwischte den besseren Start ins Spiel und konnte bereits nach fünf Minuten durch Torjäger Christian Ebeling mit 1:0 in Führung gehen (5.). Auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte waren die Hausherren spielbestimmend und hatten weitere gute Chancen, jedoch blieb der zweite Treffer zunächst aus.

Stattdessen mussten die Mannschaft von Kai Olzem ab der 41. Minute zu zehnt weiter machen. In einem Laufduell brachte Marvin Fricke TSC-Angreifer Daniel Michel durch einen Kontakt an der Schulter zu Fall. Der Schiedsrichter entschied auf Notbremse und schickte den Innenverteidiger vorzeitig zum Duschen. „Wir haben bis zur roten Karte ein überragendes Spiel gemacht. Schade, dass wir vorher nicht nachlegen konnten“, befand Turner-Trainer Kai Olzem nach dem Spiel.

Richtige Entscheidung? Marvin Fricke sah früh Rot. Foto: Eden/Archiv

Seine Mannschaft machte aber auch in Unterzahl weiter ein gutes Spiel. Nach einem Foul im Sechzehner an Damir Vrancic erhöhte erneut Christian Ebeling per Elfmeter auf 2:0 (51.). Doch der TSC hatte durch die Überzahl nun deutlich mehr vom Spiel und drückte auf den Anschlusstreffer. Nur fünf Minuten nach dem 2:0 entschied der Schiedsrichter erneut zurecht auf Strafstoß. Turners Marco Behrens hatte Okan Uysal an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht. Nils Gehde nutzte die Gelegenheit und erzielte den 2:1-Anschluss.

Im weiteren Verlauf blieb der TSC am Drücker, konnte sich allerdings bis auf einen Fernschuss an die Latte nur wenig gute Möglichkeiten erspielen. Auf der Gegenseite hatte Christian Ebeling sogar die Großchance auf 3:1 zustellen, vergab diese jedoch. So kam es, wie es kommen musste. Nach einer Flanke von Vahdets Oskar Nowak erkämpfte sich Okan Uysal am zweiten Pfosten den Ball und passte scharf ins Zentrum. Dort sprang der Ball ausgerechnet Semi Boog, der in der vergangenen Saison noch für den TSC auflief, ans Schienbein und von dort ins eigene Tor (90.+1). Zwar hatten die Turner in der letzten Sekunde sogar noch den Möglichkeit auf den Lucky Punch, doch der Fernschuss von Hendrik Neumann ging knapp vorbei.

„Mir tut es in erster Linie für die Mannschaft Leid, die einen riesen Aufwand betrieben hat. Natürlich bin ich enttäuscht über den späten Ausgleich, aber in erster Linie überwiegt der Stolz, weil die Mannschaft ein wirklich gutes Spiel gemacht hat“, resümierte Olzem, der auch ein wenig mit der Schiedsrichterleistung haderte: „Wir haben drei ganz klare Elfmetersituationen, in denen Damir Vrancic gefoult wird. Wir kriegen davon nur eine Einzige. Deswegen glaube ich, dass die Entscheidungen des Scheidsrichters einiges dazu beigetragen haben, dass das Spiel so ausgegangen ist.“

Ärgerlich für die Hausherren: Das 2:2 fiel per Eigentor. Foto: Dieter Bollonia

Zahlen & Fakten

Freie Turner: Keul – Döring, Fischer, Hintersdorf, Vrancic (70. Neumann), Behrens, Boog (90.+2 Bräunig), Müller (67. Mastel), Schreyer, Fricke, Ebeling Trainer: Kai Olzem

TSC Vahdet: Genetiempro – Türkad (70. Görgülü), Nowak, Grah, Gehde, Uysal, Tozlu, Michel, Badiki (51. Agge), Diana (57. Iddrisu), Omarkhiel Trainer: Thomas Dorawa

Torfolge: 1:0 Christian Ebeling (5.), 2:0 Christian Ebeling (FE, 51.), 2:1 Nils Gehde (FE, 56.), 2:2 Semi Boog (Eigentor, 90.+1)

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte für Marvin Fricke wegen einer Notbremse (41.)

Quelle Regionalsport.de

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